Design Thinking

 

Design Thinking:

Aus der Enge des Wohnwagens

zur Weite des Denkens!

 

 

Auf den ersten Blick mag man es möglicherweise gar nicht glauben – doch es ist Tatsache, dass Deutschlands Unternehmen immer weniger echte Innovationen entwickeln.

 

Im November 2017 berichtete KfW Research, dass der Anteil an Innovatoren im Mittelstand seit Mitte des letzten Jahrzehnts von 43 auf nur noch 22% deutlich zurückgegangen ist.

Gründe hierfür gibt es viele, so bremsen beispielsweise fehlende personelle Ressourcen und eine alternde Belegschaften die Innovationskraft im Mittelstand.  Daran wird sich allerdings in absehbarer Zeit wohl kaum etwas ändern.

Wer weiterhin Erfolg haben will, braucht aber den Anschluss an neue Märkte, profitable Kundengruppen und ertragreiches Geschäft. Um die dafür notwendigen Innovationen zu entwickeln und neuartige Geschäftsmodelle zu konzipieren, müssen gängige Vorgehensweisen überdacht werden. Der „Chef als alleiniger Ideen-Lieferant“ hat ausgedient, wirksamer ist es, den Innovations-Prozess auf mehrere Schultern zu verteilen.

Für die „Querdenker-Phase“ gibt es diverse Ansätze. Spannend ist insbesondere „Design Thinking“.

 

Der Ideen-Camper vom  Campus

 

Design Thinking ist ein Begriff der insbesondere von SAP-Gründer Hasso Plattner und David Kelley, einem Professor für Maschinenbau an der Stanford University geprägt wurde. Kelley sollte dort ein Designzentrum aufbauen, das den Anwender der designten Lösung, in den Fokus stellen sollte. Weil Räume fehlten, stellte er einen Wohnwagen auf den Campus und machte ihn zum Seminarraum und zur Ideen-Werkstatt.

Mit dem, von ihm entwickelten Ansatz, der gleichermaßen eine Methode wie auch eine Denkweise ist, lassen sich proaktiv praxistaugliche und nutzbringende Lösungen entwickeln. Diese sind aber nur dann von Wert, wenn sie sich technisch umsetzen lassen und für den Anbieter rentieren.

Design Thinking setzt darauf, dass viele und vor allem verschiedenartigere Personen an dem Prozess teilnehmen. Denn dies bringt mehr Denkweisen und Know-how ins Spiel, es können mehr „out-of-the-box“-Ideen entstehen!

 

Schritt für Schritt zu „wirklich guten Ideen“

 

Design Thinking ist ein mehrstufiger Ansatz. Er startet mit „Empathie-Erkenntnissen“. Dazu muss man die Zielgruppe genau beobachten, Verständnis für deren Bedürfnisse und Probleme bekommen, gründlich recherchieren und auch Marktforschung betreiben. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse und gesammelten Informationen lassen sich konkrete Fragestellungen formulieren. Hilfreich ist es, dafür verschiedene „Personas“ zu beschreiben – mit deren individuellen Bedürfnissen und Problemen, die die einzelnen Zielgruppen und späteren Anwender der Lösung repräsentieren. Dann kann die Ideenfindung starten, wie beim klassischen Brainstorming. Alles was einfällt, erst einmal ganz ohne Wertung. Dann kann man priorisieren und überlegen, welche der Ideen nun präzisiert oder wofür „Prototypen“ erstellt werden sollen. Das können zum Beispiel erste Skizzen, Storyboards, 3D-Modelle oder ähnliches sein. Im Anschluss wird es spannend, denn letztlich geht es dann darum, dass diese Prototypen vom gesamten Design Thinking Team sowie einzelne Anwender der Zielgruppe getestet werden. Logisch, dass die Erfahrungen aus diesen Tests im Anschluss zur Weiterentwicklung genutzt werden und man somit „ganz nah an den Bedürfnissen“ der Kunden ist.

Übrigens: Design Thinking ist sowohl für die Entwicklung „innovativer Produkte“ wie auch für neue Ideen rund um verbesserten Service oder für die Optimierung bestehender Prozesse geeignet.

 

Neugierig?

 

Wie wär’s wenn Sie es mal ausprobieren? Nutzen Sie die Expertise von mir und meinem Beraterteam der SLOGAN Strategieberatung. Gerne bringen wir auch Ansätze wie „Blue Ocean“, „Business Model Canvas“ oder unseren „Future Walk“ in Ihr Projekt mit ein!

Referenzbeispiele für “New Business Development” stelle ich Ihnen gerne im Dialog vor. Oder lesen Sie doch mal in meinem aktuellen Buch “Gebrauchsanweisung für die Zukunft”, welchen Nutzen und welche Erfolge Firmen wie  Hornschuch – Teil der Continental AG (Benecke-Hornschuch Surfacae Group) oder Kiesel Bauchemie hatten.

 

Wenn es um internationale Aspekte geht, profitieren Sie auch von unserem Netzwerk, wie zum Beispiel mit Albrecht Enders und seiner endersgroup, Portland/USA – aber auch mit der HfWU Hochschule für Wirtschaft und Technik in Nürtingen und deren Partnerschaft mit der Portland University, Oregon. …dort steht zwar kein Camper auf dem Campus, aber es gibt genügend Raum für neue Ideen.


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