Zukunftsmanagement: Aktuelle Umfrage im Mittelstand

 

 

 

 

 

 

Zukunftsmanagement: „Licht und Schatten“ im Mittelstand.

Erkenntnisse aus aktueller Marktstudie.

 

 

„Mögest du in interessanten Zeiten leben”, sagen die Chinesen und ob das Glück oder Fluch bedeutet, können wir heute oft schwer entscheiden. Vielleicht auch deshalb, weil wir uns zu selten Zeit nehmen konsequent nach vorne zu schauen. Andererseits ist es unbestritten, dass die Welt für viele Unternehmerinnen und Unternehmer zunehmend „unübersichtlicher“ wird. Um weiterhin Erfolg zu haben, braucht es aber mehr als langjährige Erfahrung, technische Spitzenqualität und ein erstklassiges Preis-Leistungs-Verhältnis.

 

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich im Rahmen meiner Strategieberatung damit, was Märkte prägt und somit auch den Unternehmenserfolg mitbestimmt. Ob und in wie weit dabei auch der „Zufall“ eine Rolle spielt, konnte ich anlässlich des 20. KICK Marketingforums mit Vince Ebert diskutieren, der dort ebenfalls einer der Referenten war. Der Diplom-Physiker und Wissenschaftskabarettist, ist der Meinung, dass heute immer noch viele Führungskräfte dazu neigen, ihr Wissen zu überschätzen und dabei die Ungewissheit unterschätzen. „Dies sei aber kein Wunder, da sämtliche Modelle und Gleichungender Mikro- und Makroökonomie nach wie vor auf einem mechanistischen, berechenbaren Weltbild basieren, das den Zufall ausblendet.“

 

Für mich bedeutet „Zukunftsmanagement“, die für die Märkte wichtigsten Trends, Technologien und Themen der Zukunft zu identifizieren, die Auswirkungen einzuschätzen und dann eine Strategie zu entwickeln.

 

Innovationsthemen, so eine Umfrage der DIHK, (Studie Innovationsreport 2012) seien:

49% Fachkräftemangel

40% Kürzere Projektlebenszyklen

40% Individualisierung der Kunden- bedürfnisse („Customization“)

39% Kooperation mit anderen Unternehmen

37% Kooperation mit Forschungseinrichtungen

35% Betriebliches Innovationsmanagement

26% Internationalisierung von Innovationsprozessen

 

Doch wie „tickt der Mittelstand“ wirklich?

 

Mein Unternehmen, die SLOGAN Strategieberatung, hat deshalb ganz aktuell eine Masterthesis an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen unterstützt. Dabei ging es um die Akzeptanz, die Ziele – aber auch die Hürden für „Zukunftsmanagement“ in mittelständischen Unternehmen. Basierend auf einer Umfrage unter Geschäftsführern wurden dabei interessante Zahlen erhoben:

77% der Befragten betonten die hohe Bedeutung von Zukunftsmanagement, doch in 85% der Firmen gibt es dieses Zukunftsmanagement nicht!

Die Hürden dafür seien „mangelnde Zeit“ und „kein Geld“. Ehrlich gesagt: Mich hat dies erschreckt. Eine weitere Erkenntnis war: Für ein erfolgreiches Zukunftsmanagement und dessen Umsetzung tun sich Mittelständische Familienunternehmen mit externer Beratung anscheinend schwer. Warum scheut man den Dialog? Liegt es an einer „Es geht uns doch gut“ Mentalität? Oder fühlt man sich eventuell unwohl, wenn bestehende Geschäftsmodelle mit „anderen Augen“ betrachtet werden?

 

Für mich ist Fakt: Vor dem Hintergrund einer „alternden Gesellschaft“ – des demografischen Wandels, zunehmender Urbanisierung, neuer Formen der Mobilität, Aspekten der Nachhaltigkeit oder Individualität… wäre aber ein bewusster, konsequenter Blick nach vorne wichtiger denn je.

Um das eigene Unternehmen zu erhalten und zukunftsfähig zu machen, müssen sich Führungskräfte und Mitarbeiter gemeinsam mit Megatrends, Szenarien und Visionen beschäftigen.

 

Schon in der Antike wusste Perikles: „Es ist nicht unsere Aufgabe, die Zukunft vorauszusagen, sondern gut auf sie vorbereitet zu sein.“

 


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