Ideenkultur

 

 

 

 

Ideenkultur als Treiber des Wachstums

 

Viele Unternehmen haben die Wichtigkeit von Ideen- und Innovationsmanagement erkannt. Als Beispiel dient der Einzelhandel in Deutschland. Seit der Wiedervereinigung liegt der Umsatz in einer Größenordnung von um die 400 Mrd. Euro pro Jahr, d.h. er stagniert. Andererseits sind in der gleichen Zeit die Verkaufsflächen um rund 40 Prozent gewachsen. Die Flächenrentabilität ist also dramatisch abgestürzt. Wie geht man mit solch einer Entwicklung um? Welche Ideen gibt es um Mitarbeiter und Kunden zu begeistern, zu bewegen und profitables Business zu machen?

 

Immer wieder stößt man dabei auf die „Bedarfsorientierung“. Dies klingt zwar simpel, ist aber erstaunlicherweise ein Feld, in dem viel Potenzial schlummert. Unternehmen sollten also nur das anbieten, was der Kunde auch haben möchte – und nicht das, was sie aus welchen Gründen auch immer eingekauft haben! Nach alter Kaufmannsweisheit liegt zwar im Einkauf der Segen, aber doch nur dann, wenn die eingekaufte Ware auch verkauft werden kann. Das gelingt am besten, wenn von vornherein nur das eingekauft wird, was der Kunde kaufen möchte. Wer hat dazu „viele Ideen“? Mit Sicherheit Ihre Mitarbeiter, deren Freunde und Bekannte, Ihre Kunden! Nehmen Sie als Beispiel IKEA. Das Unternehmen nennt sich Möbelhaus, verkauft aber wenig Möbel, sondern zu mehr als 50% Regale und „irgendetwas“ wie Heimtextilien, Leuchten, Dekorationsartikel; hingegen bietet der deutsche Möbelhandel zu 85 Prozent Möbel an. Seit 1991 hat IKEA ein Plus in Deutschland von 230 Prozent, der deutsche Möbelhandel allerdings ein Minus von 30 Prozent. Kann es sein, dass da – im Sinne einer Bedarfsorientierung – Irgendjemand etwas falsch gemacht hat?

 

Fakt ist also: Ohne eine entsprechende „Kultur“ im Unternehmen ist kein „innovatives Wachstum“ möglich. Die besten Pläne, Konzepte und Methoden bringen nichts, wenn die Kreativität nicht gefördert wird, wenn es keine Kultur des Miteinanders im Unternehmen gibt.

 

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch eine bewusste „Fehlerkultur“. Immer noch ist in vielen Betrieben „Vorsicht“ die „Mutter des Alltages“. Zugegeben, sich selbst Fehler einzugestehen, fällt vielen schwer. Dem Chef Fehler zu gestehen fällt den meisten noch viel schwerer. Dabei ist eine positive Fehlerkultur eine wichtige Säule einer guten Ideen- und Innovationskultur im Unternehmen. Zum Beispiel nach dem Trial and Error-Prinzip – nur wer immer Neues testet, findet innovative Lösungen.

 

Hier einige Denkanstöße für Sie:

  • Fördern Sie Neugier, animieren Sie Fragen zu stellen
  • Formulieren Sie Probleme in Visionen um
  • Entscheiden Sie sich für „Nonkonformität“, wo können Sie von „Standards“ bewusst Abweichen
  • Animieren Sie die Augen-auf-Mentalität
  • Prüfen Sie, wie Sie Mehr-Wert schaffen
  • Halten Sie Ideen schriftlich fest
  • Richten Sie sich eine „Ideenwerkstatt“ ein, die regelmäßig für offenen Dialog genutzt wird

 

Viel Erfolg.

Übrigens, gerne begleite ich Sie – gemeinsam mit meinem Team von SLOGAN – bei diesem Kultur- und Ideenprozess. Wie wirksam dies ist, beweist auch die langjährige Zusammenarbeit mit unserem Kunden Konrad Hornschuch AG. Dort ist mittlerweile ein eigenständiger Bereich „New Business Development“ mit Erfolg installiert.

 


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